Wonek Lee



distorted deep floating

you look sad today

p.o.r.(persistence of vision / persistence of rememberance)

BLACK MIRROR

VFTS 352(contact binary stars)

water hole

Moderne Geist

Ohne Titel

Have you ever had a dream that you were so sure was real?

Ohne Titel

Ein worpswedischer Hund



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you look sad today, 2018, webcam, curved monitor, mini computer, glass fiber with polyester resin

Bis vor ein paar Jahren haftete der Figur des Roboters in der Kultur etwas Futuristisch- Romantisches an. Ob Fritz Langs Metropolis, Kraftwerks Mensch-Maschine oder Data, der grünliche Star Trek-Android: es war nahezu unmöglich, in den Technowesen das „ganz Andere“ zu sehen. Vielleicht war das auch deshalb so, weil es sich immer um Maschinen handelte, die von Menschen verkörpert wurden? Heute können sich Maschinen selbst spielen, so schnell hat sich die Rechenleistung von Computern entwickelt. Und anders als früher werden technologische Fortschritte in der Gesellschaft nicht mehr nur vorbehaltlos gefeiert, sondern lösen Ängste aus. Das betrifft etwa die bevorstehende weitgehende Automatisierung des Arbeitslebens oder die Einführung selbstfahrender Autos. Etwas von dieser Unheimlichkeit schwingt auch in der Installation von Wonek Lee mit, die sich um die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine dreht. In einer Art Silikon-Büro-Umgebung kombiniert Lee Gesichtserkennungssoftware mit einem Avatar, einer virtuellen Kunstfigur, welcher der Künstler eine androgyne Erscheinung verliehen hat. Nähert sich ein*e Betrachter*in dem Monitor mit dem Gesicht, so reagiert das virtuelle Wesen, indem es sich zu- oder abwendet. Mit seiner Arbeit verknüpft Lee die zunehmende Digitalisierung und Automatisierung in allen Lebensbereichen mit der Frage nach den menschlichen Gefühlen. Die Fetischisierung von Alltagstechnologien wie etwa dem iPhone, das durch sanftes Streicheln bedient wird, gehört schon lange zum Marketingrepertoire der Industrie. Man kann darüber in Kulturpessimismus verfallen. Lees Arbeit scheint jedoch vielmehr auf die Eindimensionalität zu zielen, mit der das Beziehungsfeld der Zuneigung zwischen Mensch und Maschine im Moment noch beschrieben wird.

Kito Nedo